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Für Fachkreise

Fachinformationen für Ärzte & Therapeuten

Evidenzlage und therapeutische Inhalte der ambulanten Kur – kompakt aufbereitet für zuweisende Ärztinnen, Ärzte und Therapeut:innen.

Evidenzlage der ambulanten Kur

Weltweit ist die COPD gegenwärtig die vierthäufigste Todesursache, mit weiter steigender Prävalenz (2030 ca. 8 Mio. in Deutschland), Morbidität und Mortalität – von erheblicher sozioökonomischer Bedeutung. Stellt man die NNT eines Standardmedikaments (16 nach einem Jahr) der einer Rehabilitationsmaßnahme nach akuter Exazerbation gegenüber (NNT 4 nach 25 Wochen, Ziel Hospitalisierung; NNT 5 nach 107 Wochen, Ziel Mortalität), wird die Bedeutung der Kur- und Rehabilitationsmaßnahmen deutlich.

Evidenz im Einzelnen

Belegte Therapieeffekte

TherapieeffektEvidenz
Gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit A
Reduktion der Dyspnoe A
Steigerung der krankheitsspezifischen Lebensqualität A
Reduktion von Anzahl und Dauer der Krankenhausaufenthalte A
Abnahme COPD-assoziierter Angst / Depression A
Kraft- und Ausdauertraining der oberen Extremität verbessert die Armfunktion B
Positive Effekte eines Trainingsprogramms überdauern die Trainingsperiode B
Lebensverlängerung B
Atemmuskeltraining, insb. mit allgemeinem körperlichen Training B
Psychosoziale Intervention ist hilfreich C

Evidenzgrade nach den Leitlinien der Deutschen Atemwegsliga (Vogelmeier C et al.).

Zwei Kurgäste an der Gradierwand, an der Sole herabrieselt
Freiluft-Inhalation an der Gradierwand

Heilmittel

Inhalte der Maßnahmen

Im Qualitätszirkel der Heilmittelerbringer arbeiten Atemphysiotherapeut:innen, Klimatherapeut:innen, Sporttherapeut:innen, Ernährungsberater:innen sowie Atmungstherapeut:innen zusammen.

Atemphysiotherapie

Erleichterung der erschwerten Atmung in Ruhe und Belastung sowie Verbesserung der Bronchialsekret-Clearance. U. a. Relaxations-/Atemtechniken, atemerleichternde Körperstellungen (z. B. Kutschersitz) mit Lippenbremse zur Reduktion der Lungenüberblähung, Übungen zur Lungenkapazität und Bauchatmung.

Terraintraining

Nutzung des Mittelgebirgsklimas (kühle Luft, Wind) zur Stärkung der Thermo- und Kreislaufregulation; Abhärtung, geringere Infektanfälligkeit und – durch Sonnenstrahlung – vermehrte Vitamin-D-Bildung. Dosiertes Gehen auf Wegen unterschiedlicher Steigung und Beschaffenheit ergänzt das Ausdauertraining.

Inhalationen

Aerosole über Prallkopf- oder Ultraschallvernebler; Therapieziele Mukolyse und Entzündungshemmung. Inhalate mit Natriumchlorid, Hydrogencarbonat, Jodid und Kalzium; bekannte antiobstruktive Inhalativa können mitappliziert werden.

Kur aus einer Hand

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Wir stellen Ihnen gern weitere Unterlagen bereit und stimmen den Ablauf für Ihre Patientinnen und Patienten mit Ihnen ab.